Im November 1970 ging eine
kleine Gruppe von Johannesschwestern nach Mosambik.
Die Johannesschwestern haben
in Mosambik drei Niederlassungen, in Nampula, Iapala und
Ribaue. Von dort aus gehen sie in viele kleine Ortschaften
in der näheren und weiteren Umgebung, wo sie dann auch
schon einmal einige Tage bleiben, um den
Menschen helfen zu können.
Die Aufgaben der Schwestern
sind immer die gleichen: Hilfe zur Selbsthilfe heißt
das oberste Gebot der Arbeit. Deshalb sehen die Schwestern
ihre Funktion darin, die Organisation der Projekte und Einrichtungen
zu übernehmen und die einheimische Bevölkerung
zu selbständigem Arbeiten anzuleiten.
Iapala
In Iapala haben die Schwestern 1970 ihre Arbeit in Mosambik
begonnen. Das Krankenhaus mit Wochenstation, das die Schwestern
leiten und in dem sie Einheimi-sche zur Krankenpflege angeleitet
haben, ist oft überfüllt. Unterernährte Kinder
werden mit spezieller Nahrung wieder aufgepäppelt,
und die Mütter bekommen Grundlagen in Hygiene und Gartenbau
vermittelt, die sie dann, wenn sie wieder zu Hause sind,
nutzen können.
An den Wochenenden fahren die Schwestern in die nähergelegenen
Dörfer, um zu helfen. In vielen der Gemeinden sind
bereits Alphabetisierungskurse für Erwachsene und Kinder
eingerichtet worden, (zirka 80 Prozent der Erwachsenen sind
Analphabeten).
In Iapala haben die Schwestern 21 Gruppen mit mehr als 700
Schülern und Schülerinnen. Unterrichtet wird von
6.30 Uhr am Morgen bis 20.30 Uhr am Abend.
Eine der Schwestern bildet Frauen zu Katechetinnen aus und
bringt ihnen den Umgang mit Nadel und Faden bei. Dazu fahren
die Missionare und die Schwester oft für drei Tage
in die Gemeinden, von denen es über 200 gibt.
Nampula
Zwei Schwestern mit sieben MitarbeiterInnen (die Mitarbeiter
sind körperbehindert) unterrichten in Nampula Straßenkinder,
die nicht in die Schule gehen können. Es kommen etwa
200 Kinder, der Bedarf ist wesentlich höher, doch mehr
Kinder können sie nicht aufnehmen. In dem Viertel der
Stadt haben sich zirka 30 Studenten, junge Christen der
Pfarrei, dem Projekt angeschlossen, jeder hilft eine Stunde
pro Woche. Froh sind die Schwestern, wenn Kinder, die sie
unterrichten, offiziell in eine Schule aufgenommen werden.
Dann gibt es wieder Platz für andere.
Im sozialen Zentrum Santa Cruz unterhalten die Schwestern
einen Kindergarten, den etwa 260 Kinder besuchen.
Neben all den sozialen Tätigkeiten sind die Schwestern
ebenfalls in der Seelsorge tätig. So besuchen sie die
Hütten der Christen und feiern mit ihnen Wortgottesdienste,
halten für christliche junge Leute Ehe-Vorbereitungsseminare,
bei denen die Frauen auch Unterricht in der Haushaltsführung
und Hygiene erhalten
und sich in Nähen und Sticken üben.
Die Krankenpflege ist eine
dritte sehr wichtige Aufgabe der Schwestern in Nampula.
Es gibt nur wenige Ärzte, und Krankenhäuser weit
verstreut in einem
großen Gebiet.
Ribauè
Ribauè ist eine größere Stadt und hat
eine städtische Schule sowie eine höhere Schule,
an der eine der Schwestern unterrichtet. Die Schwester möchte
Kontakte zu Mädchen an der Schule und aus der Umgebung
knüpfen, um sie für das Ordensleben zu interessieren.
Diejenigen, die die Schwestern
näher kennenlernen möchten, können in das
dem Schwesternhaus angeschlossene Internat mit 24 Plätzen
ziehen. Nach der Schule können sie sich entscheiden,
ob das Ordensleben ein Weg für sie ist. Aspirantinnen
haben die Möglichkeit, in Ribauè eine Ausbildung
zu absolvieren,
ehe sie dann in den Orden aufgenommen werden.
Neben den Tätigkeiten
im Internat und in der Schulearbeiten die Schwestern in
der Förderung der Frauen und in der Seelsorge.