Johannesschwestern
Aktuelles
Johannesschwestern auf dem Weg
Gemeinschaft im Wandel der Zeit
Aufgaben und Niederlassungen
In der Mission
Kontakt

Johannesschwestern von Maria Königin

Die Johannesschwestern in Indien

Am 24. Juni 1971 begann eine Gruppe von 17 jungen Schwestern mit der Arbeit in Indien, in der Chandamission. Heute betreuen die Johannesschwestern Aufgaben in über 22 Einrichtungen u.a. in Sevagram, Wardha, Hinganghat, Kopreli, Bhendala, Pune und Trichur.

Arbeit in der Bildung
Die Schwestern in Indien betrachten es, neben der Krankenpflege, Seelsorgs- und Sozialarbeit, als eine sehr wichtige Aufgabe, die Bildung der Menschen in Indien zu fördern. Die Mitglieder der unteren Bevöl-kerungsschichten haben keine oder nur eine unzureichende Schulbildung, besonders betroffen davon sind Mädchen und Frauen. Aufgrund alter Traditionen ist es für Frauen und Mädchen "nicht nötig", eine Schulbildung oder gar eine Ausbildung zu haben. Wenn dies jedoch der Fall ist, steigt der Wert des Mädchens bei der Verheiratung. Eine Ausbildung ist eine gute Mitgift, denn auch die Frauen müssen ihren Beitrag zur Ernähung der Familie leisten.

Bildung im Kindergarten
Die Schulbildung fängt in Indien bereits im Kindergarten an. Der Kindergarten dort ist nicht mit einem deutschen Kindergarten zu vergleichen: Regelrechter Schulunterricht wird von Lehrerinnen und Assistentinnen
gehalten. Da es in Indien eine Menge ver-schiedener Sprachen gibt, bekommen die Kinder Unterricht in Englisch und/oder Hindi, um später in der Schule dem Unterricht folgen zu können. Aber auch einfaches Rechnen, Allgemeinwissen, das ABC, Kindergedichte und Lernen, miteinander auszukommen, steht auf dem Lehrplan. Neben diesem Unterricht gibt es Sportstunden und Spiele. Viele der Kinder kommen aus ärmlichen Verhältnissen, und die Eltern haben es nicht immer leicht, die Schulgebühren zu bezahlen. Doch wollen sie ihren Kindern diese Chance geben, sie sind bereit, dafür Opfer zu bringen. So bietet der Kindergarten als Vorschule Kindern, die ansonsten schon allein wegen sprachlicher
Probleme dem Unterricht nicht folgen könnten, eine echte Chance.

Bildung in der Schule
Die sogenannten Missionsschulen sind sehr gefragt, weil sie einen guten und vor allem regelmäßigen Unterricht anbieten. Darüber hinaus wollen die Schwestern den SchülerInnen eine ganzheitliche Bildung ermöglichen.

Einige Schulen werden als Boarding Schools geführt. Eine Boarding School ist einem deutschen Internat vergleichbar, jedoch kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Viele Kinder besuchen Boarding Schools, weil der Schulweg zu weit ist und sie ansonsten nichts lernen könnten. Bis zu 30 Kinder schlafen auf Kokosmatten in einem großen Saal. Ein Teil der Kinder ist auf Spenden oder Patenschaften aus dem Ausland angewiesen, um die Boarding School besuchen zu können. Die Unterrichtssprache in den Schulen ist abhängig von der Schule.

In einer English Medium School ist die Unterrichtssprache Englisch, an einer Hindi Medium School Hindi. An einigen Schulen wird auch in Maharati unterrichtet. Die Unterrichtsfächer sind, wie bei uns, beispielsweise Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Geschichte, Geographie und Bür-gerkunde unter sozialen Gesichtspunkten. Darüber hinaus wird an manchen Schulen praktisch gearbeitet. Die Kinder lernen z. B. Bücher einbinden, Töpfern, wissenschaftliches Experimentieren, Brot, Zwieback und Kuchen backen. Auch soziale Dienste stehen im Lehrplan und Sport sowie die Möglichkeit verschiedener Formen kreativen Gestaltens.

Die Grihini-School
Eine Grihini–School ist mit einer Haushaltungsschule in Deutschland vergleichbar. Die Schwestern gehen von der Hypothese aus, dass Ignoranz die größte Ursache der Misere vieler Menschen in Indien ist. Wenn man den Frauen ein Gefühl von mehr Wichtigkeit und Selbstvertrauen gibt und sie schult, dann schult man gleich die ganze Familie mit. Sofern die Mütter ein wenig Bildung haben und mehr wissen über Ernährung, häusliche Krankenpflege, Hygiene usw., und dieses Wissen in ihren Familie umsetzen, wird sich dort eine Menge verbessern und die Notwendigkeit der Bildung auch für Mädchen mehr in das Blickfeld geraten.

Kirche und Schwesternhaus in Bhendala

 
Schule in Piri / Wardha
 
 
 
In Kopreli
 
 
 
Altenheim in Sandhya
 
 
 
   
 
 
Johannesbund e.V., Postfach 40, 56599 Leutesdorf