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Die Katholische Schriftenmission (KSM) –
Übergabe in neue Hände


Geschichte und Blick in die neue Zeit


Der Gründer der KSM – Katholischen Schriften-Mission, P. Johannes Maria Haw, geboren 1871 in Schweich, Priester der Diözese Trier, 1919 Gründer des Johannesbundes in Leutesdorf und später der Ordensgemeinschaften der Johannesschwestern (1928) und der Johannesmissionare (1948), wollte, von der Liebe Gottes getränkt, in vielfacher Weise apostolisch tätig sein. Neben seinem Engagement in der Sozialarbeit, in der Hinwendung zu dem „Ärmsten der Armen", sah er auch einen Schwerpunkt im publizistischen Bereich und im Pressewesen.

Er selbst rief 1907 die Zeitschrift „Der Morgen" ins Leben und verfasste auch einige beachtenswerte Kleinschriften. Dadurch lernte er die Wirkung des geschriebenen Wortes kennen.

In dieser Zeit lernte er die in England segensreich wirkende „Catholic Truth Society" kennen, eine Gesellschaft zur Verbreitung katholischer Glaubenswahrheiten. Es waren kleine, billige und volkstümliche Schriften religiösen Inhalts. Sein Gedanke: So etwas müsse es auch in Deutschland geben.

Nach der Gründung des Johannesbundes (1919) und der Übernahme einer Druckerei schienen weitere Schritte zur Realisierung einer „Katholischen Schriften-Mission" in Deutschland gegeben zu sein.

Pater Haw arbeitete auch Richtlinien für ein „Canisius-Apostolat des Johannesbundes" aus. Deren Mitglieder sollten „an der Förderung des Reiches Christi in den Seelen, am sittlichen Aufbau des Volkes und an der Rettung der Verirrten durch Verbreitung religiöser Schriften mitwirken". Das waren Vorüberlegungen.

Als ein wichtiges Datum für die Gründung der Katholischen Schriftenmission kann der 06. Juli 1926 bezeichnet werden, wo sich in Leutesdorf ein qualifizierter Personenkreis von Geistlichen und Laien traf, um mit Pater Johannes Haw deren Gründung zu besprechen.

Hauptsorge der Überlegungen war, eine breite Basis zu finden für die Zusammenarbeit mit katholischen Verlagen und Gewinnung geeigneter Mitarbeiter sowie Autoren. Von großem Belang war auch der Vertrieb der Druckerzeugnisse an geeignete Schriftenstände; nicht zuletzt das Wohlwollen der deutschen Bischöfe.

In einem Brief vom Dezember 1926 an die katholischen Verlage heißt es unter anderem:
„Zu den besonderen Aufgaben des Johannesbundes gehört die Katholische Schriftenmission. Wir sind im Begriff, diese auszubauen und werden in den nächsten Wochen ein Verzeichnis von ca. 1000 für diesen Zweck geeigneten billigen Broschüren im Druck herausgeben und besonders den Pfarrämtern zur Verfügung zu stellen, die einen Schriftenstand in ihren Kirchen eingerichtet haben… Wir sind bereit, eine Anzahl von ihren Schriften in das Verzeichnis aufzunehmen…" So wird durch Pater Haw sehr erfolgreich um Mitarbeit und Kooperation geworben.

1927 ist das wichtigste Jahr für die KSM. Auf der Fuldaer Bischofskonferenz wird durch den deutschen Episkopat das apostolische Werk gutgeheißen und empfohlen.

Im Jahre 1950 wurde im Christkönigshaus, Leutesdorf, auch die neue Druckerei eingeweiht, die neben den ordenseigenen Zeitschriften, Kleinschriften, Karten, Gebetszettel und Bücher aus dem eigenen Verlag druckte und so einen wesentlichen Teil der Bestückung der Schriften-mission beisteuerte.

Mit dem „Wirtschaftswunder" blühte auch wieder die KSM auf. 1953 fand die erste Tagung für Förderer und Mitarbeiter der KSM in Leutesdorf nach dem Krieg statt, deren Arbeit erneut von Fuldaer Bischofskonferenz abgesegnet wurde.

In den folgenden Jahrzehnten kam die KSM dem apostolischen Auftrag und dem Willen des Gründers Pater Haw nach und brachte reichlich christliches Schriftgut „unter das Volk". Das geschah in erster Linie nicht unmittelbar, sondern mit Hilfe der Kunden, den Betreuern und Betreuerinnen von Schriftenständen und Büchertischen. Dies sind zum einen die Pfarrer selbst, die Mitarbeiter des Pfarrsekretariats, Ordensleute und nicht zuletzt ehrenamtliche Gemeindemitglieder.

Die zurückliegenden Jahre in der jüngeren Vergangenheit haben weniger erfreuliche Entwicklungen mit sich gebracht. Umstrukturierungen in vielen Pfarreien, eine Gesellschaft wo Moral- und Glaubensfragen immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden und nicht zuletzt die Konkurrenz durch die anderen Medien haben nun dazu geführt, dass immer weniger Kleinschriften nachgefragt werden. Folglich ist die wirtschaftliche Lage der KSM zunehmend in Schieflage geraten.

Aus vorgenannten Gründen hat sich der Vorstand des Johannesbund im Frühjahr dieses Jahres dazu entschlossen diesen wertvollen Dienst in neue Hände zu legen und die Verantwortung für das Schriftenstandwesen abzugeben.

Wir sind froh einen Nachfolger gefunden zu haben, der das Angebot der KSM im bisherigen Sinne weiterführen möchte. Ab dem 01. Oktober 2015 übernimmt der Peter-Verlag in Rothenburg ob der Tauber die Verantwortung für den Schriftenvertrieb.

Die Kontaktdaten lauten:

Verlag J. P. Peter -
Abteilung Reise- und Versandbuchhandlung Neues Buch
Erlbacher Str. 102
91541 Rothenburg ob der Tauber
Tel.: 09861-400381
Fax: 09861-40070
email: peter-verlag@rotabene.de